Zweimal Französischunterricht bitte – Heimkino im Juni

Es scheint oft, als gäbe es hierzulande nicht sehr viele Menschen, die mit ihren Erinnerungen an den Französischunterricht in der Schule besonders aufregende Momente verbinden. Die Lehrer_innen hatten es aber auch nicht so leicht: Wie soll man junge Menschen von einer Sprache “überzeugen”, die jugendkulturell gesehen quasi irrelevant erscheint? Zumal zu einer Zeit, in der es keine solche alters-und grenzübergreifenden Kassenphänomene wie “Ziemlich beste Freunde” gab…?

Gerade heute kann Begeisterungsarbeit aufgrund von Internet und DVD sehr viel leichter vollzogen werden! Warum also nicht viel häufiger französische Filme mit den Schüler_innen anschauen als obligatorisch nur am letzten Tag vor den Schulferien? Das muss dann auch nicht mehr die Uralt-Verfilmung von Marcel Pagnols “Der Ruhm meiner Mutter” sein, die 14-Jährige maximal müde gähnen lässt.

Zur perfekten Auswahl des Filmes sind drei Dinge zu beachten

1. Man wähle am besten eine Literaturverfilmung. So kann der “Wert” des Filmes auch von elitären, nervigen Eltern nicht angezweifelt werden. Außerdem können die Schüler_innen stets mit dem Buch konfrontiert werden. Dies ist jedoch kein Muss, wenn der Film selbst so populär ist, dass er sich quasi als “Klassiker” schimpfen darf.

2. Man beachte das Alter der Schüler_innen. Dass FSK-Angaben eingehalten werden müssen, ist selbstverständlich. Aber man sollte auch bedenken, dass sich je nach Altersgruppe sowohl das Interesse als auch die geistige Reife unterscheiden. So ist “Der kleine Nick” für 16-Jährige zwar eher uninteressant, aber vielleicht sollte man ihnen dennoch keinen Film wie “La Haine” oder “Schmetterling mit Taucherglocke” zumuten.

3. Man beachte das Geschlecht der Schüler_innen. Ja, “Geschlechter-filme” sind doof. Tatsache ist aber, dass die unterschiedlichen Vorlieben in den Schul-relevanten Altersgruppen eben noch sehr stark ausgeprägt sind. So werden Filme wie “La Boum” oder “Die fabelhafte Welt der Amelie” aufgrund ihrer Perspektive vielleicht eher bei den Mädchen punkten. Daher am besten Filme wählen, die beide gleichermaßen interessieren könnten.

Unter Beachtung all jener Kriterien sind wir nun auf zwei Filme gestoßen, die perfekt ins Such-Raster passen

1. “Der Krieg der Knöpfe” – Jugend(buch)klassiker ganz neu verfilmt entweder von Christophe Barratier oder Yann Samuel.

2. “Adele und das Geheimnis des Pharaos” – basiert zwar “nur” auf einem Comic, aber man könnte ja auch mal dieser Literaturform eine Plattform geben – die Schüler würde es sicherlich freuen.

Für beide Filme liegt die Altersfreigabe bei 6 Jahren, dennoch sind sie so spannend erzählt, dass kein Teenager bis 15 Jahre den Disney-Vergleich wagen würde. Dies dürften wohl Vertreter beider Geschlechter so empfinden. Wie schön!

Egal ob Lehrer oder nicht – wir verschenken 3×1 DVD! Wer den “Krieg der Knöpfe” (von Yann Samuel! Dieser Film lief hier in Deutschland leider nie im Kino) haben will, der schreibe bitte eine mail an gewinnspiel@franzoesischerfilm.de. Folgende Frage gilt es zu beantworten: Aus welchem Jahr stammt das “Original”, also die Erstverfilmung vom “Krieg der Knöpfe”? Die 3 Gewinner_innen werden wir am 18.6. auslosen.

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3 Comments

  1. HW 7. Juni 2012
  2. anne 7. Juni 2012
  3. HW 7. Juni 2012

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