“Micmacs” und “Le hérisson” beim 12. französischen Jugendfilmfest Cinéfête

12. cinéfête

Am 8. September 2011 startet in Hamburg wieder das französische Jugendfilmfest Cinéfête. Das traditionsreiche Festival tourt zum 12. Mal über ein Jahr in über 100 Städten in ganz Deutschland und es werden sieben französische Filme im Original mit Untertiteln gezeigt. Organisiert wird das Festival von der Französischen Botschaft in Kooperation mit der AG Kino. Begleitend zum Festival finden Lehrerfortbildungen statt. Zu jedem Film gibt es pädagogisches Begleitmaterial im Internet, welches extra für den französischen Unterricht zu jedem Film erstellt wurde. Das Festival bringt den Klassenraum ins Kino und bietet die Möglichkeit, die Sprache zu lernen sowie die französische Kultur mit einer Vielzahl von Themen zu entdecken.
Cinéfête 12 bietet ein vielfältiges Programm, das in verschiedene Welten und Themen entführt. Neben Abenteuergeschichten gibt es Komödien und Familiengeschichten:
“Azur et Asmar” ist ein buntes Zeichentrick- Märchen aus dem Orient, das die Abenteuer zweier Brüder im Geiste erzählt und eine Allegorie auf die Verständigung unterschiedlicher Kulturen ist.
Während “Yuki & Nina” eher im Stil des Cinéma verité die Geschichte zweier Freundinnen erzählt, die von zu Hause fortlaufen als Yukis Eltern beschließen sich zu trennen. Die Kinder emanzipieren sich von der Erwachsenenwelt und Traum und Wirklichkeit gehen ineinander über.
Ganz anders die phantasievolle und poetische Utopie von Jean-Pierre Jeunet : “Micmacs à tire larigot“, in der eine Gruppe von skurrilen Außenseitern einen komischen Rachefeldzug gegen skrupellose Waffenhändler aufnimmt und Jeunet wieder in ein magisches Paris entführt. Der Film “Le hérisson” basiert auf dem Bestsellerroman “Die Eleganz des Igels” von Muriel Barbery. Die scheinbar mürrische Concierge Madame Michel und die lebensmüde elfährige Paloma leben in einem Pariser Wohnhaus. Ihr Leben ändert sich als der geheimnisvolle Japaner Ozu auftaucht und die strengen bürgerlichen Regeln sprengt.
Eine tragikomische Familiengeschichte ist der Film “Le Premier Jour du Reste de ta vie“, in dem an fünf Tagen jeweils aus der Perspektive eines Familienmitgliedes ein entscheidender Moment im Leben passiert.
Oscar et la dame rose” führt in die Welt des zehnjährigen Oskars, der schwer krank im Krankenhaus liegt und durch die Freundschaft zu einer Pizzalieferantin neuen Lebensmut schöpft.
Schließlich der Kostümfilm “Moliére”, der einen fiktiven Lebensabschnitt des berühmten Dichters beschreibt, eine Komödie voll von amüsanten Intrigen und Liebesabenteuern.

(Text: cinéfête)

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