Keine Ausreden mehr für alle, die nie Zeit haben – FranzösischerFilm.de empfiehlt kurz und gut

Noch 6 Tage! Kurzfilme beim MyFrenchFilmFestival angucken

An alle Nachzügler, aufgepasst! Wer es bis jetzt immer noch nicht geschafft hat, sich beim Online-Festival MyFrenchFilmFestival den Abend mit Filmen zu versüßen, die man wahrscheinlich niemals sonst (zumindest in Deutschland) sehen wird, der sollte sich beeilen. Noch bis zum 1. Februar können insgesamt 23 Filme kostenlos angeschaut werden (gilt leider nur für Deutschland. Zuschauer aus Österreich und der Schweiz müssen bezahlen).

Kurzfilme – anspruchsvolle Lückenfüller unserer viel zu knapp bemessenen Zeit

Wir empfehlen jetzt jedem die Kurzfilme! Sieht man sich viel zu selten an, obwohl dieses Genre so wunderbar unseren Permanent-Zeitmangel akzeptiert und in Kürze großartige Geschichten erzählt. Die Kurzfilm-Auswahl vom MyFrenchFilmFestival zeugt von einer großen Genre-Vielfalt, einige Filme sind von und mit (für Langfilme) bekannten Schauspielern und Regisseuren. Wir geben hier einen kurzen Überblick, warum es sich lohnt.

Wie funktioniert das?

Zu MyFrenchFilmFestival gehen, anmelden, Account freischalten. Film aussuchen. Untertitel aussuchen (wenn nötig). Gucken.

Achtung!! Für alle, die Google Chrome verwenden: Wir haben festgestellt, dass mit Mozilla Firefox das Gucken am Optimalsten ist.

Alle 10 Kurzfilme im Überblick

© MyFrenchFilmFestival

 

8 Minuten Zeit für “Dripped”

Im New York der 50er Jahre stiehlt Jack berühmte Gemälde aus den Museen, um sie aufzuessen. Daraufhin geschehen jedes Mal erstaunliche Dinge mit ihm. Doch irgendwann gibt es keine Gemälde mehr. Jack beginnt, selbst zu malen…

Nach diesem Animationsfilm möchte man gern glauben, dass Jackson Pollock auf diese Weise zum “Dripping” gekommen ist. So und nicht anders.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

9 Minuten Zeit für “Dick wie ein Flaschenboden” (Cul de bouteille)

Arnaud trägt eine riesengroße Brille mit dicken Gläsern. Dabei ist ohne sie das Leben so viel schöner. Ohne die Brille wird er nicht gehänselt und – noch viel wichtiger – er sieht die Welt mit ganz besonderen Augen….

Liebenswert erzählter Animationsfilm, dessen Bilder man sich auch sehr gern in einem Buch anschauen würde.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

11 Minuten Zeit für “Das Schweigen unter der Oberfläche” (Le silence sous l’écorce)

Zwei kleine Kreaturen entdecken den Schnee.

Eigenwilliger Animationsfilm, der einen mittels seiner unglaublich poetischen Bildsprache in fremde Sphären entführt und friedlich staunend zurück lässt. Der Film wurde 2011 für den Oscar nominiert.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

12 Minuten Zeit für “Der beste Freund des Menschen” (Le meilleur ami de l’homme)

Henri arbeit beim Sicherheitsdienst, mit dabei ist stets sein alternder, schlafsüchtiger Hund “Ödipus”. Doch sein Chef erklärt ihm, dass er diesen loswerden müsse. Ansonsten wolle er Henri entlassen…

Eine Komödie, die an Aki Kaurismäki erinnert und uns ein kleines, bodenständiges Märchen erzählt.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

13 Minuten Zeit für “Der Klavierstimmer” (L’accordeur)

Adrien ist eigentlich ein begnadeter Pianist. Bei einem wichtigen Wettbewerb scheitert er jedoch und arbeitet seitdem als Klavierstimmer. Um etwas Besonderes vorzutäuschen, verstellt er sich vor den Kunden als blind. Eines Tages gelangt er jedoch mitten in einen Mordschauplatz…

Spannender Thriller  mit Kurzauftritt von Hoffnungstalent Grégory Gadebois (“Angèle und Tony”)

 

© MyFrenchFilmFestival

 

17 Minuten Zeit für “Gott muss man es sagen” (C’est à dieu qu’il faut le dire)

Kumba – ursprünglich von der Elfenbeinküste – lebt mit ihren zwei Kindern in Paris. Sie findet eine (Schwarz-)Arbeit als Putzfrau, hat aber niemanden, der auf ihr 8 Monate altes Baby aufpasst. Sie lässt es allein zu Hause…

Bewegendes Drama mit dokumentarischem Hintergrund, das soziale Isolation und Existenzängste von Einwandererfrauen thematisiert.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

19 Minuten Zeit für “Aglaée”

Benoît verliert eine Wette gegen seine Freunde und muss die behinderte Aglaée fragen, ob sie mit ihm ausgeht. Als diese jedoch ablehnt, ist Benoît zutiefst gekränkt. Da vertauschen sich die Rollen…

Tragikkomödie, die vor allem durch die zahlreichen jungen Teenager – Darsteller_innen durch Authentizität überzeugt.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

24 Minuten Zeit für “Ich hätte eine Nutte sein können” (J’aurais pu être une pute)

An der Kasse trifft Pierre auf Mina. Die hält eine riesige Gartenschere in der Hand. Was genau sie damit vorhat, wird Pierre später in seiner Wohnung erfahren…

Komödie mit Thriller-Elementen, überraschenden Wendungen und zwei im Zusammenspiel sehr komischen Hauptdarstellern. Von Baya Kasmi (Drehbuchautorin von “Der Name der Leute”).

© MyFrenchFilmFestival

 

35 Minuten Zeit für “Herr Priester” (Monsieur L’abbé)

Wie liebten sich Männer und Frauen in den 30er und 40er Jahren? Welche Ängste hatten sie, welche Vorstellungen von Lust und Sünde? Mehr als 250 (Original)-Briefe dienen diesem Film als Vorlage.

Interessantes Thema – manchmal lustig, manchmal erschütternd – das jedoch durch die aneinandergereihten Stimmen leider schnell etwas eintönig wird.

 

© MyFrenchFilmFestival

 

44 Minuten Zeit für “Kleiner Schneider” (Petit tailleur)

Arthur ist Schneiderlehrling in der Werkstatt von Albert, der bald in den Ruhestand treten will und Arthur zu seinem Nachfolger bestimmt hat. Doch als er sich in Marie-Julie verliebt und alles hinter sich lassen will, kommt er in einen Konflikt…

Mit Léa Seydoux (in “L’enfant d’en haut” im Berlinale-Wettbewerb 2012), Regie führte Louis Garrel (in Deutschland zuletzt in Xavier Dolans “Herzensbrecher” zu sehen)!

About ak