Filmfest München – Hochkarätige internationale Wettbewerbe

Bild: Christian Rudnik

Bild: Christian Rudnik

24 Filme konkurrieren auf dem 34. Filmfest München (23. Juni bis 2. Juli 2016) in den beiden Wettbewerbsreihen CineMasters und CineVision um attraktive Preise

Wettbewerb CineMasters
Im Wettbewerb um den ARRI/Osram Award für den besten internationalen Film in der Reihe CineMasters stehen elf herausragende, aktuelle Filme internationaler Meisterregisseure. Darunter: Alejandro Jodorowsky, Amos Gitai, Terence Davies, Otar Iosseliani, Albert Serra, Asghar Farhadi oder Cristi Puiu. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von den Münchner Unternehmen ARRI und Osram gestiftet.
Über die Gewinner entscheidet eine dreiköpfige, unabhängige Jury: Die in Teheran geborene Schauspielerin, Moderatorin und Sängerin Pegah Ferydoni wurde durch ihre Rolle in Bora Dagtekins Fernsehserie “Türkisch für Anfänger” bekannt. Die Frontfrau der Band Shanghai Electric spielte auch am Maxim Gorki Theater und moderierte den zdf.kulturpalast. Der aus Bulgarien stammende Produzent Stéphane Tchalgadjieff arbeitete u.a. mit Robert Bresson, Michelangelo Antonioni, Jacques Rivette und Marguerite Duras zusammen und produzierte Filme wie “Eros” oder “Jenseits der Wolken”. Münchens ehemaliger Oberbürgermeister Christian Ude bestimmte als Aufsichtsratsvorsitzender über viele Jahre hinweg die Geschicke des Filmfests mit. Nun kehrt der Filmliebhaber als Jurymitglied zum Festival zurück.

Wettbewerb CineVision
Der CineVision Award im Wert von 12.000 Euro für den besten internationalen Nachwuchsfilm in der Reihe CineVision wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet. Um den Preis konkurrieren dreizehn aktuelle Erstlings- und zweite Filme internationaler Regietalente, die mit ihrer Filmsprache neue Wege beschreiten.
Eine echte Entdeckung ist etwa Anita Rocha da Silveiras mitreißender Horror-Sex-Film “Mate-me por favor”. Politisch visionär und mit einer eigenwilligen Bildsprache ist auch Brady Corbets Coming-of-Age-Studie “The Childhood of a Leader”, mit Bérénice Bejo und Robert Pattinson in den Hauptrollen. Marc Lahore liefert mit “The Open” ein bizarr-surreales Tennismatch. Außerdem sind zwei weitere Filmhighlights des Jahres in der Reihe zu sehen: Der Venedig-Gewinner “Caracas, eine Liebe” von Lorenzo Vigas sowie Houda Benyaminas “Divines”, der in Cannes mit der Caméra d’Or ausgezeichnet wurde.
Die Jury bilden die Schweizer Schauspielerin Sibylle Canonica (“Jenseits der Stille”, “Bella Marta”), der Regisseur und Produzent Amir Hamz (“Der Nachtmahr”, “Die dunkle Seite des Mondes”) und der designierte Geschäftsführer des Münchner Kulturzentrums Gasteig, Max Wagner.

Preisverleihung
Der ARRI/Osram Award und der CineVision Award werden am 2. Juli um 19 Uhr im Carl-Orff-Saal im Gasteig vergeben. Anschließend wird der Abschlussfilm des diesjährigen Festivals, „Captain Fantastic“ von Matt Ross, gezeigt. Die Veranstaltung ist öffentlich, Tickets gibt es ab 13. Juni im WebShop und ab 16. Juni an den Filmfest-Kassen. Auch die Preisträgerfilme werden am Samstagabend in gesonderten Vorstellungen gezeigt.

Filme im Wettbewerb CineMasters

(c) Filmfest München

(c) Filmfest München

Chant d’hiver von Otar Iosseliani, Frankreich/Georgien
mit Rufus, Amiran Amiranashvili, Pierre Ètaix, Mathias Jung, Mathieu Amalric

L’économie du couple von Joachim Lafosse, Belgien/Frankreich
mit Bérénice Bejo, Cédric Kahn, Marthe Keller, Jade Soentjens, Margaux Soentjens

Fiore von Claudio Giovannesi, Italien
mit Daphne Scoccia, Josciua Algeri, Laura Vasiliu, Francesca Riso, Klea Marku

La mort de Louis XIV von Albert Serra, Frankreich/Spanien/Portugal
mit Jean-Pierre Léaud, Patrick d’Assumçao, Marc Susini, Irène Silvagni, Bernard Belin

Neruda von Pablo Larraín, Chile/Argentinien/Frankreich/Spanien
mit Luis Gnecco, Gael García Bernal, Mercedes Morán, Diego Muñoz, Pablo Derqui

Poesía sin fin von Alejandro Jodorowsky, Frankreich/Chile
mit Adan Jodorowsky, Pamela Flores, Brontis Jodorowsky, Leandro Taub, Alejandro Jodorowsky

Rabin the Last Day von Amos Gitai, Frankreich/Israel
mit Ischac Hiskiya, Pini Mittelman, Michael Warshaviak, Einat Weizman, Yogev Yefet

The Salesman (Forushande) von Asghar Farhadi, Frankreich/Iran
mit Shahab Hosseini, Taraneh Alidoosti, Babak Karimi, Farid Sajjadihosseini, Mina Sadati

Sieranevada von Cristi Puiu, Rumänien/Frankreich
mit Mimi Brănescu, Judith State, Bogdan Dumitrache, Dana Dogaru, Sorin Medeleni

The Student (Uchenik) von Kirill Serebrennikov, Russland
mit Petr Skvortsov, Victoria Isakova, Aleksandr Gorchilin

Sunset Song von Terence Davies, Vereinigtes Königreich/Luxemburg
mit Agyness Deyn, Peter Mullan, Kevin Guthrie

Filme im Wettbewerb CineVision

Aquarius von Kleber Mendonça Filho, Brasilien/Frankreich
mit Sonia Braga, Maeve Jinkings, Irandhir Santos, Humberto Carrão, Zoraide Coleto

Bella e perduta – Eine Reise durch Italien von Pietro Marcello, Italien
mit Tommaso Cestrone, Sergio Vitolo, Gesuino Pittalis, Elio Germano

Caracas, eine Liebe (Desde allá) von Lorenzo Vigas, Venezuela/Mexiko
mit Alfredo Castro, Luis Silva, Jericó Montilla, Catherina Cardozo, Jorge Luis Bosque

The Childhood of a Leader von Brady Corbet, Vereinigtes Königreich/Ungarn/Frankreich
mit Robert Pattinson, Bérénice Bejo, Liam Cunningham, Stacy Martin, Tom Sweet

Clash (Eshtebak) von Mohamed Diab, Ägypten/Frankreich/Deutschland
mit Nelly Karim, Hany Adel, Ahmed Malek, Tarek Abdel Aziz, Khaled Kamal

Divines von Houda Benyamina, Frankreich

mit Oulaya Amamra, Déborah Lukumuena, Kévin Mischel, Jisca Kalvanda, Yasin Houicha

Im Ghetto existieren Glaube und Gefahr, Religion und Rausch nebeneinander. Dounia sehnt sich nach Macht und Erfolg – und sie beschließt, unterstützt von ihrer besten Freundin Maimouna, es der angesehenen Dealerin Rebecca gleichzutun. Doch dann begegnet sie Djigui, einem sensiblen jungen Tänzer, und ihre ohnehin schon chaotische Welt wird noch einmal durchgeschüttelt. Houda Benyaminas energiegeladenes Jugendporträt gewann in Cannes die Goldene Kamera für den besten Debütfilm.

Free in Deed von Jake Mahaffy, USA/Neuseeland
mit David Harewood, Edwina Findley, RaJay Chandler, Preston Shannon, Helen Bowman

Frenzy (Abluka) von Emin Alper, Türkei/Frankreich/Katar
mit Mehmet Özgür, Berkay Ateş, Tülin Özen, Müfit Kayacan, Ozan Akbaba

Der glücklichste Tag des Olli Mäki (Hymyilevä mies) von Juho Kuosmanen, Finnland/Deutschland/Schweden
mit Jarkko Lahti, Oona Airola, Eero Milonoff

Go Home von Jihane Chouaib, Frankreich/Schweiz/Belgien
mit Golshifteh Farahani, Maximilien Seweryn, François Nour, Mirielle Maalouf

Light Years von Esther May Campbell, Vereinigtes Königreich
mit Sophie Burton, Zamira Fuller, James Stuckey, Beth Orton, Muhammet Uzuner

Mate-me por favor von Anita Rocha da Silveira, Brasilien/Argentinien
mit Valentina Herszage, Mari Oliveira, Júlia Roliz, Dora Freind

The Open von Marc Lahore, Frankreich/Belgien/Vereinigtes Königreich
mit James Northcote, Maia Levasseur-Costil, Pierre Benoist

(Text: PM Filmfest München)

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