Berlinale en français – FranzösischerFilm.de verschafft Durchblick

Foto: Resident on Earth

Berlin befindet sich wieder im Ausnahmezustand, denn die 62. Ausgabe der Berlinale beginnt genau heute und endet am 19. Februar. Wir haben uns die Mühe gemacht, sämtliche französischsprachige Filme aus allen Sektionen herauszusuchen und kurz vorzustellen (Einzig bei “Captive” aus dem Wettbewerb haben wir trotz englischer Sprache eine Ausnahme gemacht. Isabelle Huppert als Hauptdarstellerin konnten wir einfach nicht übergehen). Diese Filme sind natürlich auch für Menschen gedacht, die der französischen Sprache nicht mächtig sind. Schließlich laufen alle Produktionen mit deutschen bzw. englischen Untertiteln.

Wir konnten frankophone Filme in fast allen Berlinale-Sektionen ausmachen: Panorama, Forum, Generation, Berlinale Shorts, Kulinarisches Kino und natürlich den Wettbewerb. Über die Spielzeiten und Spielstätten der jeweiligen Filme kann man sich am besten auf der offiziellen Berlinale-Seite unter “Programm” informieren und dann gleich auch Karten online bestellen (Fristen beachten!). Wir wünschen viel Spaß beim Gucken und viel Erfolg beim Karten kaufen!

Wettbewerb

© Berlinale 2012

À moi seule

Regie: Frédéric Videau/Land: Frankreich/Sprache: Französisch

Gaëlle wurde als Kind entführt und 8 Jahre ihres Lebens gefangen gehalten. Jetzt, als junge Erwachsene ist sie zwar frei, doch das Leben in der Freiheit ist ihr fremd geworden. Das Publikum wird Zeuge von beidem: Von der traumatisierenden Zeit mit dem Kidnapper und der Zeit danach, in der sich Gaëlle einen Weg ins neue Leben erkämpft.

© Berlinale 2012

L’enfant d’en haut

Regie: Ursula Meier/Land: Schweiz, Frankreich/Sprache: Französisch

Der 12-jährige Simon fährt regelmäßig vom Industriegebiet, wo er gemeinsam mit Louise lebt,  ins höher gelegene Skigebiet. Hier bestiehlt er Touristen und macht die Beute später in seinem Ort wieder zu Geld. Seine kriminellen Machenschaften nehmen immer größere Ausmaße an. Louise profitiert davon, wird aber immer abhängiger von Simon. Dies ist Ursula Meiers zweiter langer Spielfilm nach ihrem erfolgreichen Debut “Home”.

© Berlinale 2012

Aujourd’hui

Regie: Alain Gomis/Land: Frankreich, Senegal/Sprache: Französisch

Satché spürt, dass dies der letzte Tag seines Lebens ist. Er ist aus den USA in seine Heimat Senegal zurückgekehrt. Nun wandert er durch die Stadt und nimmt seine Vergangenheit mit neuen Augen wahr. Doch wen er hier auch trifft – ob Freunde, Familie und Bekannte – niemand versteht, weshalb er nicht in Amerika geblieben ist.

© Berlinale 2012

Les adieux à la reine

Regie: Benoit Jacquot/Land: Frankreich, Spanien/Sprache: Französisch

Der Juli 1789 ist in die Geschichte eingegangen. Die Französische Revolution steht vor der Tür. Im Schloss von Versailles werden für den Ernstfall bereits Fluchtpläne geschmiedet. Regisseur Benoit Jacquot schildert mit diesem Film die ersten Tage der Revolution aus Sicht der Dienerschaft. Im Mittelpunkt stehen hierbei Marie Antoinette (Diane Kruger) und ihre Vorleserin Sidonie (Léa Seydoux).

© Berlinale 2012

Captive

Regie: Brillante Mendoza/Land: Frankreich, Philippinen, Deutschland, GB/Sprache: Tagalog, Englisch

Erzählt nach realen Ereignissen 2001: Auf der philippinischen Insel Mindanao wird eine französische Entwicklungshelferin (Isabelle Huppert) mit 12 weiteren Ausländern von einer muslimischen Terrorgruppe entführt. Es folgt ein monatelanger Marsch durch den Urwald…

© Berlinale 2012

Rebelle

Regie: Kim Nguyen/Land: Kanada/Sprache: Französisch, Lingala

Bürgerkrieg in Afrika. Das Dorf von Komona ist niedergebrannt, ihre Eltern von Rebellen ermordet. Nun muss sie als Kindersoldatin in ein Ausbildungscamp. Dort verliebt sie sich in einen anderen Jungen und beschließt, mit ihm zurück in ihr Dorf zu fliehen um ihre Eltern begraben zu können… Der Film wurde an authentischen Schauplätzen im Kongo gedreht und ist vorwiegend mit Laien-Darstellern besetzt.

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