Cotillard, Marion

Amalric

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Biografie

Marion Cotillard wurde als Kind einer Schauspielerfamilie 30. September 1975 in Paris geboren. Ihre Mutter Niseema Theillaud ist gelernte Schauspielerin, ihr Vater Jean-Claude Akteur und Regisseur, Gründer der Theatergruppe Cotillard und Lehrer am Ecole Supérieure d’Art dramatique in Paris. Durch ihre Eltern kam Cotillard schon früh mit dem Theater in Berührung und feierte ihren ersten Bühnenauftritt unter der Regie ihres Vaters in dem Stück Y a des nounous dans le placard. In der Folgezeit ist sie, wenn in den Theaterproduktionen ihres Vaters Kindesrollen zu besetzen sind, auf der Bühne zu sehen. Mit sechs Jahren wird Cotillard für zwei Fernsehfilme engagiert, die ausschlaggebend dafür sind, eine Karriere als Schauspielerin anzustreben. Sie beginnt ihr Schauspielstudium in Orléans und erhält ihren ersten Preis 1994 am dortigen Conservatoire d’Art Dramatique.

Zwei Jahre nach ihrem Auftritt in der Episode “Nowhere to Run” in der populären US-amerikanischen Fernsehserie “Highlander” gibt Marion Cotillard 1994 in Philippe Harels Liebesfilm “Die Geschichte des Jungen”, der geküsst werden wollte ihr Kinodebüt. Im selben Jahr erhält Cotillard ein festes Engagement in der Jugendserie “Extrême limite”. 1996 folgen Nebenrollen in Arnaud Desplechins Drama “Ich und meine Liebe” an der Seite von Mathieu Amalric und Emmanuelle Devos sowie Coline Serreaus Science-Fiction-Komödie “Der grüne Planet – Besuch aus dem All”, mit dem sie versucht, im französischen Kino Fuß zu fassen. Zu dieser Zeit stagniert Cotillards Karriere. “Ohne wirklich entmutigt zu sein, hatte ich Schwierigkeiten, im Kino erfolgreich zu sein”, so Marion Cotillard in einem Interview mit der französischen Zeitschrift Gala im Jahr 2003.

1997 markiert den Wendepunkt in der Karriere von Cotillard. In diesem Jahr ist sie in dem Theaterstück “Affaire classée” zu sehen und wird mit dem Darstellerpreis in Istres ausgezeichnet. Im selben Jahr folgt die Zusammenarbeit mit dem französischen Regisseur Gérard Pirés. Sein Action-Film “Taxi”, geschrieben und produziert von Luc Besson, wird in Frankreich zur erfolgreichsten Komödie des Sommers. Cotillard wird in der Rolle der Lilly Bertineau einem breiten Publikum bekannt und zum ersten Mal für den César als beste Nachwuchsdarstellerin nominiert. 2000 und 2003 folgen mit den Filmen Taxi Taxi und Taxi 3 unter der Regie von Gérard Krawczyk zwei Fortsetzungen, in denen Cotillard wiederum den Part der Lilly übernimmt.

Nach Taxi kann sich Cotillard im französischen Kino etablieren, und sie wird mit zahlreichen Rollenangeboten bedacht, wie u. a. in Francis Reussers historischem Liebesdrama “Krieg im Oberland” oder in dem Kriegsdrama “Lisa”, an der Seite von Jeanne Moreau und Benoît Magimel. Im Jahr 2000 ist sie Jurymitglied beim Filmfestival in Gérardmer. Nach der Hauptrolle in dem Fernsehfilm “Flucht durch Nizza” im Jahr 2001 folgt noch im selben Jahr ihre erste Kinohauptrolle in Gilles Paquet-Brenners Melodram “Les jolies choses“. Für ihre Doppelrolle in diesem Film erhält sie im Jahr darauf ihre zweite César-Nominierung, wiederum als beste Nachwuchsdarstellerin.

Nachdem Cotillard 2002 in dem Thriller “Une affaire privée” an der Seite von Samuel Le Bihan und Thierry Lhermitte agiert, folgt ein Jahr später die französische Liebeskomödie “Liebe mich, wenn du dich traust” von Yann Samuel. Der Film ist ein Erfolg an den französischen Kinokassen und wird in den USA beim Newport Beach Film Festival prämiert, und Marion Cotillard wird als beste Darstellerin ausgezeichnet. Noch im selben Jahr ruft Hollywood, und die brünette Schauspielerin reist in die USA, wo sie eine Nebenrolle in Tim Burtons Komödie Big Fish bekleidet, an der Seite von u. a. Ewan McGregor, Albert Finney und Jessica Lange.

2004 folgt für Cotillard die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jean-Pierre Jeunet. In “Mathilde – Eine große Liebe”, einem Drama über den Ersten Weltkrieg, erzählt Jeunet die Geschichte von der jungen Mathilde (gespielt von Audrey Tautou), die nach ihrem verschollen Verlobten sucht, der mit vier weiteren Soldaten wegen Selbstverstümmelung zum Tode verurteilt wurde. Für ihre Leistung in Jean-Pierre Jeunets Film wird sie von der Kritik gelobt und mit dem César als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Nach dem weltweiten Erfolg von “Mathilde – Eine große Liebe” gehört Marion Cotillard zu den meistgefragten Schauspielerinnen Frankreichs und arbeitete von 2006 bis 2007 an fünf Filmprojekten, darunter Ridley Scotts englischsprachige Komödie “Ein gutes Jahr” an der Seite von Russell Crowe und Albert Finney und die Hauptrolle in Olivier Dahans Film “La vie en rose“, in dem sie in die Rolle der berühmten Chansonsängerin Edith Piaf schlüpft. Das Drama, das seine Uraufführung als Eröffnungsfilm der 57. Filmfestspiele von Berlin feierte avanciert in Frankreich zum großen Kinokassenerfolg. 2008 wird die französische Schauspielerin voraussichtlich an der Seite von Javier Bardem, Catherine Zeta-Jones, Penélope Cruz und Sophia Loren in Rob Marshalls Musical-Verfilmung “Nine” als Luisa zu sehen sein. Der Stoff basiert auf Federico Fellinis Spielfilm 8½ aus dem Jahr 1963.

Filmografie (Auszug)

1994: Die Geschichte des Jungen, der geküsst werden wollte (L’histoire du garçon qui voulait qu’on l’embrasse)
1996: Ich und meine Liebe (Comment je me suis disputé… (ma vie sexuelle))
Der grüne Planet – Besuch aus dem All (La belle verte)
Liebe neu erfinden (L’@mour est à réinventer, dix histoires d’amours au temps du sida)
1998: Taxi
1999: Krieg im Oberland (La guerre dans le haut pays)
Eine andere Welt (Du bleu jusqu’en Amérique)
2000: Furia
Taxi Taxi (Taxi 2)
2001: Lisa
Pretty Things (Les Jolies Choses)
Flucht durch Nizza (Une femme piégée)
2002: Une affaire privée
2003: Liebe mich, wenn du dich traust (Jeux d’enfants)
Big Fish
Taxi 3
2004: Innocence
Mathilde – Eine große Liebe (Un long dimanche de fiançailles)
2005: Cavalcade
Edy
Ma vie en l’air
Mary
Sauf le respect que je vous dois
La Boîte noire (Black Box)
2006: Toi et moi
Dikkenek
Fair Play
Ein gutes Jahr (A Good Year)
2007: La vie en rose (La Môme)
2009: Public Enemies
Le dernier vol
Nine

Auszeichnungen

Oscar

* 2008: als Beste Hauptdarstellerin für La vie en rose

César

* 1999: nominiert als Beste Nachwuchsdarstellerin für Taxi
* 2002: nominiert als Beste Nachwuchsdarstellerin für Pretty Things
* 2005: Beste Nebendarstellerin für Mathilde – Eine große Liebe
* 2008: als Beste Hauptdarstellerin für La vie en rose

BAFTA Award

* 2008: Beste Hauptdarstellerin für La vie en rose

Europäischer Filmpreis

* 2007: nominiert als Beste Darstellerin für La vie en rose

Golden Globe

* 2008: Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical für La vie en rose

Weitere

Boston Society of Film Critics Award

* 2007: Beste Hauptdarstellerin für La vie en rose

Cabourg Romantic Film Festival * 2000: Beste Newcomerin für Taxi Taxi
* 2007: Beste Darstellerin für La vie en rose

Los Angeles Film Critics Association Award * 2007: Beste Hauptdarstellerin für La vie en rose

Newport Beach Film Festival

* 2004: Beste Darstellerin für Liebe mich, wenn du dich traust

Satellite Awards

* 2007: Beste Hauptdarstellerin – Drama für La vie en rose

Seattle International Film Festival

* 2007: Beste Darstellerin für La vie en rose

Verona Love Screens Film Festival

* 2001: Beste Darstellerin für Lisa

Text basiert auf: Wikipedia (11.02.2008)

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