5×2

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Filminformationen

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Originaltitel: 5×2, Frankreich 2004 Regie: François Ozon Drehbuch: François Ozon, Emmanuèle Bernheim Darsteller_innen: Valéria Bruni-Tedeschi, Stéphane Freiss, Géraldine Pailhas, Françoise Fabian, Michael Lonsdale, Antoine Chappey, Marc Ruchmann, Jason Tavassoli, Jean-Pol Brissart u.a. Produktion: Olivier Delbosc, Marc Missonnier Kamera: Yorick Le Saux Schnitt: Monica Coleman Spieldauer: 90min Kinostart: 21.10.2004 (D), 01.09.2004 (F)

 

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Inhalt

Ozon erzählt fünf starke Momente im gemeinsamen Leben von Gilles und Marion mit einem sensationellen Twist: Rückwärts vom Ende zum Anfang. Scheidung, ein Dinner mit Freunden, die Geburt des Kindes, die Hochzeit und schließlich das erste Treffen. Ein ‚Happyend’ (und fast ein Krimi).
(Text: Verleih)

Kritik

Liest man den Klappentext von 5×2 so wird einem der Eindruck vermittelt, es erwarte einen die tragische Geschichte einer gescheiterten Liebe. „Am Anfang war das Happy End …“ ist dort zu lesen und das dies der bisher emotionalste Film des französischen Regisseurs F. Ozons sei.
Dass es sich hierbei jedoch weniger um die Emotionalität einer tragischen Liebesgeschichte handelt als vielmehr um die Darstellung einer selbst zerstörerischen Hass-Liebe, findet der Zuschauer erst am Ende des eher enttäuschenden Filmerlebnisses heraus.
Die Frage, wieso die achronologisch erzählte Beziehungsgeschichte vor dem Scheidungsanwalt endet, die der Film von Beginn an aufwirft, wird schlussendlich nicht beantwortet. Vielmehr vermittelt der Film ein Gefühl von Leere und Bedeutungslosigkeit der dargestellten Beziehung, deren einzig glücklicher Moment sich im Hochzeitstanz des Paares wieder findet.
Die Frage, die 5×2 nachhaltig stellt, richtet sich an die Filmemacher selbst: Wieso schwören sich zwei Menschen ewige Liebe und Treue, wenn ihre Eheschließung geradewegs im Seitensprung mündet und ihre Beziehung von der Unfähigkeit, einander zu lieben, geprägt ist? (Doch auch hierauf bleibt der Film sich selbst und dem Zuschauer eine Antwort schuldig.)

kaRad

Presse

Das Tolle an diesem Film ist, dass er seinen Rückwärtsgang vollkommen plausibel und sinnfällig macht. Seine Erzählbewegung bringt einen paradoxerweise dazu, dass man hinterher, in der Nacht draußen vor dem Kino, die Geschichte im Kopf noch einmal ablaufen lässt, nun in der Gegenrichtung, also in der realen Chronologie, und – wie bei einem Krimi, der eine Untat zu ihrem Ursprung zurückverfolgt – mit der Frage zu spielen beginnt: War diese Beziehung, diese Liebe zwischen Marion und Gilles von Anfang an zum Scheitern verurteilt? (Urs Jenny, Der Spiegel)

Eine subtile Reflexion über die Missverständnisse und Unsicherheit, der Einsamkeit zu zweit und die Zerbrechlichkeit der Gefühle bis zu Momenten starker Sehnsucht und Zärtlichkeit, Hingabe und Lust, detailreich inszeniert, hervorragend gespielt. (film-dienst 21/2004)

Trailer

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